Myome

Myome werden bei uns per Gebärmutterspiegelung über die Scheide oder per Bauchspiegelung über die Nabelgrube operiert. Siehe "Operationen"

Begriffserklärung: Myos = Muskel, die Endsilbe „om“ bezeichnet eine Geschwulst. Ein Myom ist also eine Geschwulst aus Muskulatur. Es gibt Myome grundsätzlich in allen Arten von muskelhaltigen Organen. Wenn keine Zusatzbezeichnung verwendet wird, ist in der Medizin in der Regel immer das Myom der Gebärmutter gemeint.

Myome sind gutartige lokal wachsende Geschwulste. Sie kommen als einzelne Knoten vor oder diffus. Die Ursachen Ihrer Entstehung sind ungeklärt. Sie können erhebliche Größe erreichen. Man behandelt Myome, wenn sie zu Beschwerden führen oder die Fruchtbarkeit stören.
Typische Beschwerden sind verstärkte Menstruationsblutungen, Regelschmerzen chronische Unterbauchbeschwerden und selten Beeinträchtigung von Nachbarorganen durch Druck.

Zuweilen sind Myome schwierig zu unterscheiden von Adenomyoseknoten und sog. Adenomatoidtumoren. Sehr selten entarten Myome zu bösartigen Geschwulsten, die dann Sarkome heißen.
 

 

 

Erklärung der Abbildungen:

In Bild 1 sind grob die 4 Grundtypen von Myomen erklärt.
Oben links: gestieltes Myom
Oben rechts: "subseröses" Myom. Serosa nennt man die Außenhaut der Gebärmutter. Das Myom sitzt unter dieser Haut.
Uten links: "intramurales Myom". Murus=Wand. Das Myom sitzt mitten in der Wand.
Unten rechts: "submuköses" Myom. Mukosa nennt man die Innenhaut, also die Gebärmutterschleimhaut.

Bild 2: Zeigt einen Längsschnitt durch eine Gebärmutter mit Adenomyose und einem intramuralen Myom.