"offene" Laparoskopie


In der Standard-Laparoskopie wird zu Beginn der Operation in der Regel über eine spezielle Nadelkonstruktion oder spezielle Trokarhülsen unter Anwendung verschiedener Sicherheitstechniken das erforderliche CO2-Gas "blind" in die Bauchhöhle eingebracht und im Druck genau dosiert.

Selten aber dann meist mit schlimmen Folgen ist es zu Verletzungen von Darm oder großen Schlagadern gekommen, teilweise mit tötlichem Ausgang. Deswegen hat der Prof. Hasson aus Chicago die Technik der "offenen Laparoskopie" vorgeschlagen. 1982 publizierte Prof. König aus Bonn diese Technik in Deutschland.

Anfangs wurden für die offene Technik relativ große und kosmetisch ungünstige Wunden benötigt. Die Technik ließ sich aber rasch weiterentwickeln. Die Wunden waren bald nur noch 7 - 11 mm gross.

Durch den sozusagen "offen" unter Sicht vorgefertigten Zugang läßt sich das Optiksystem ohne Gefahr für die großen Schlagadern einführen. Die Technik ist auch bei voroperierten Patientinnen anwendbar, wenn komplexe Verwachsungen zu erwarten sind oder bei extrem übergewichtigen Patientinnen. Wir überblicken in Hürth z. Z. ca. 15 000 Fälle und konnten den Zugang zur Bauchhöhle immer herstellen.

Literatur: s. unter "wissenschaftliches Engagement, Dr. Maucher"