Entfernung von Gewebsknoten aus der Brust

>Wir führen im OPZ keine kosmetischen Operationen durch. Die Rede ist deswegen in der Folge nur von der Entfernung verdächtiger Knoten im Brustgewebe. Meist entdecken Frauen bei der Selbstuntersuchung eine Knotenbildung oder sonstige Veränderung der Brust, die sie dann vom Arzt abklären lässt. Gelegentlich werden solche Dinge auch im Rahmen der Routine-Mammographie entdeckt. Die Entfernung von Knoten aus der Brust ist in aller Regle ambulant möglich. Erscheint das entnommene Gewebe gutartig, wird die feingewebliche Untersuchung in Ruhe abgewartet. Das Ergebnis liegt nach einigen Tagen vor. Bei jedem Verdacht auf bösartiges Wachstum wird eine Schnelluntersuchung veranlasst. Das vorläufige Ergebnis liegt dann schon nach ca. 1 Stunde vor und es können ohne Zeitverzug die weiteren Schritte organisiert werden. Wir arbeiten im OPZ bezüglich der Schnelluntersuchung mit dem Institut Prof. Citoler in Rodenkirchen zusammen. Handelt es sich um nicht tastbare Veränderungen, die nur das Röntgenbild aufgedeckt hat, z. B. bei kleinen Kalkeinlagerungen, lassen wir das verdächtige Areal am Tag vor der Operation von unserem Kollegen Dr. Köneke (Nachbarpraxis) dreidimensional lokalisieren und mit einem Metallpfeil markieren. Das hört sich schlimm an, ist aber nicht wirklich schmerzhaft. Noch während der Operation kann eine Röntgenkontrolle des entnommenen Gewebes erfolgen, die Auskunft über die Vollständigkeit der Entnahme gibt.

Ist ein entnommener Knoten bösartig, so müssen weitere Maßnahmen folgen, z. B. eine Eröffnung der Achselhöhle zur Untersuchung der dortigen Lymphknoten. Es stellt sich deshalb die Frage, ob man dies alles in einer Sitzung hinter sich bringen soll (sog. „einzeitiges“ Vorgehen) oder ob es besser ist, zunächst den Tumor genau zu analysieren, bevor man weitere Schritte unternimmt (sog. „zweizeitiges“ Vorgehen). In den letzten Jahren ist ein Trend zum zweizeitigen Vorgehen zu erkennen. Man hat gelernt, die Brusttumore nicht mehr als einheitliche Krankheit zu sehen, sondern unterscheidet sehr verschiedene Krankheiten mit sehr unterschiedlichen Notwendigkeiten.

Die Operationstechnik

Der Eingriff erfolgt immer in Narkose. Man legt den Hautschnitt in aller Regel bogenförmig (parallel zum Brustwarzenhof) genau über den Knoten. Nach Entnahme des Gewebes wird unter fortlaufender Spülung der Wunde mit Kochsalzlösung eine sorgfältige elektrische Blutstillung vorgenommen. Die Einlage von Drainagen ist manchmal sinnvoll. Die Haut wird mit kosmetischen Nahttechniken vernäht oder geklebt. Zur Minderung postoperativer Schmerzen wird die Wunde zusätzlich zur Narkose örtlich betäubt. Die Entlassung kann meist nach einigen Stunden erfolgen.